Pflanzen aus Krepppapier: Monstera, Ufopflanze und Co. als Papierobjekt
Pflanzen aus Krepppapier sind von Hand geformte Nachbildungen echter Zimmerpflanzen, mit Blättern, Stängeln, Wuchsform und Topf. Besonders reizvoll sind Pflanzen mit markanten Blattformen wie Monstera, Ufopflanze, Geigenfeige oder Orchidee. Sie werden aus Floristen-Krepppapier und Draht aufgebaut, oft koloriert, und eignen sich als Wohnobjekt für Regal, Schreibtisch oder Wand, besonders an Orten, an denen echte Pflanzen schwer gedeihen.
Zimmerpflanzen sind längst mehr als Grün auf der Fensterbank. Monstera, Geigenfeige und Ufopflanze haben eigene Fangemeinden, werden fotografiert, getauscht und gesammelt. Wer eine dieser Pflanzen aus Papier nachbildet, muss sie sehr genau kennen: wie die Blätter wachsen, wie die Adern verlaufen, wie die Pflanze sich zum Licht hin aufbaut. Genau darin liegt der Reiz einer Papierpflanze. Sie ist kein Ersatz, sondern eine Studie der echten Pflanze.
Warum Krepppapier?
Floristen-Krepppapier hat eine feine Rippenstruktur, durch die es sich in eine Richtung stark dehnen lässt. So lassen sich Blätter wölben, Ränder wellen und Mittelrippen formen. Kein anderes Papier verhält sich so ähnlich wie ein Pflanzenblatt. Mit Farbpigmenten oder Aquarell lassen sich zusätzlich Farbverläufe und Blattzeichnungen nacharbeiten, etwa die hellen Adern einer Monstera oder die Marmorierung einer Orchideenblüte.
Monstera
Das Fensterblatt ist die vielleicht bekannteste Zimmerpflanze unserer Zeit. Ihre typischen Löcher und Einschnitte bekommen die Blätter erst, wenn die Pflanze älter wird. Junge Blätter sind noch ganz. In Papier ist die Monstera eine anspruchsvolle Arbeit: Jedes Blatt braucht seine eigene Form, die Schlitze müssen natürlich unregelmäßig wirken, und die Blätter sitzen an langen, leicht gebogenen Stielen.
Schön für: große Regale, Sideboards, als einzelnes Blatt im Bilderrahmen
Ufopflanze (Pilea peperomioides)
Ihre runden Blätter erinnern an Münzen, deshalb heißt sie auch Chinesische Geldpflanze. Das Besondere: Der Blattstiel setzt fast in der Mitte der Blattunterseite an, daher auch der Name Bauchnabelpflanze. Die echte Pilea dreht sich stark zum Licht und muss regelmäßig gewendet werden. Als Papierobjekt behält sie ihre symmetrische Form.
Schön für: Schreibtisch, Fensterbank, als Geschenk zum Einzug
Geigenfeige (Ficus lyrata)
Große, gewellte Blätter in Form eines Geigenkörpers. Die echte Geigenfeige ist bekannt dafür, empfindlich auf Standortwechsel zu reagieren und dann Blätter abzuwerfen. In Papier lebt sie von der Struktur der Blattoberfläche und den deutlich sichtbaren Adern.
Schön für: Leseecke, neben dem Sessel, als größeres Objekt am Boden
Orchidee (Phalaenopsis)
Eine der beliebtesten Topfpflanzen in Deutschland, und eine der kunstvollsten Blüten. Die Schmetterlingsorchidee hat breite, flache Blütenblätter und in der Mitte eine kleine, kompliziert geformte Lippe. Gerade diese Lippe ist in Papier eine feine Detailarbeit. Ein Rispenzweig mit mehreren Blüten und Knospen wirkt am natürlichsten.
Schön für: Badregal mit Fenster, Schlafzimmer, Empfangstresen
Bogenhanf
Aufrechte, schwertförmige Blätter mit gebänderter Zeichnung. Eine sehr grafische Pflanze, die in Papier vor allem über die Farbabstufung wirkt: dunkelgrüne Querbänder, oft ein gelblicher Rand.
Schön für: minimalistische Räume, Flur, schmale Ecken
Weihnachtskaktus
Die flachen, gegliederten Triebe und die hängenden pinken oder weißen Blüten machen ihn zur Pflanze der Adventszeit. Er stammt aus den Bergwäldern Brasiliens und blüht, wenn die Tage kurz werden. In Papier hat er den Vorteil, dass er auch dann blüht, wenn der echte nicht mag.
Schön für: Fensterbank im Winter, Adventsdeko, Mitbringsel
[Bild: Weihnachtskaktus aus Krepppapier]
Ideen zum Arrangieren
Das Pflanzenregal. Drei bis fünf Pflanzen unterschiedlicher Höhe auf einem Regal, kombiniert mit Büchern, Keramik und einer Kerze. Echte und Papierpflanzen dürfen gemischt werden: Die echten stehen vorne am Licht, die Papierpflanzen in den hinteren, dunkleren Fächern.
Die Einzelpflanze als Objekt. Eine einzelne Papierpflanze in einem schlichten Keramiktopf auf einem leeren Sideboard wirkt wie eine Skulptur. Je weniger drumherum steht, desto mehr sieht man die Details.
Das gerahmte Blatt. Ein einzelnes Monstera- oder Geigenfeigenblatt aus Krepppapier in einem tiefen Bilderrahmen ist ein botanisches Wandbild, das sich von gedruckten Postern deutlich abhebt.
Unter der Glasglocke. Kleine Pflanzen wie Ufopflanze oder Sukkulenten unter einer Glasglocke erinnern an botanische Sammlungen des 19. Jahrhunderts und sind zugleich vor Staub geschützt.
Der Arbeitsplatz. Eine kleine Papierpflanze auf dem Schreibtisch, im Büro oder in der Praxis, wo echte Pflanzen am Wochenende und im Urlaub oft vergessen werden.
Pflege
Pflanzen aus Krepppapier mögen es trocken und schattig. Direkte Sonne lässt die Farben mit der Zeit verblassen, Feuchtigkeit macht das Papier weich. Für feuchte Räume ohne Fenster sind sie deshalb nicht geeignet. Staub entfernst du mit einem weichen Pinsel oder einem Föhn auf kalter Stufe.
Häufige Fragen
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Grundsätzlich fast jede. Besonders gut wirken Pflanzen mit markanten Blattformen wie Monstera, Ufopflanze, Geigenfeige, Bogenhanf oder Orchidee.
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Aus ein, zwei Metern wirken Form und Farbe sehr natürlich. Aus der Nähe erkennt man die Rippenstruktur des Papiers, und genau diese Mischung aus Pflanze und Handwerk macht ihren Reiz aus.
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An einem trockenen Platz ohne pralle Sonne: Regal, Schreibtisch, Sideboard, Flur oder Schlafzimmer.